Ruhr International

Ruhr International versteht sich als ein Fest der Begegnung für das gesamte Ruhrgebiet.  Die Veranstalter*innen setzen in der Programmgestaltung ganz auf die vielfältigen Ideen und Erfahrungen der Menschen vor Ort. So bietet das Festival Platz für zahlreiche Migrantenselbstorganisationen, soziopolitische Initiativen und kulturelle Organisationen. Im Jahr 2018 waren zudem Künstler*innen und Akteur*innen aus Nigeria, Bulgarien, Iran, Nord-Irak, Usbekistan, der Türkei, Polen, Syrien, Aserbaidschan, Ägypten und weiteren Ländern am Festival beteiligt. Ruhr International bringt Menschen zusammen und lässt die Besucher*innen die Vielfalt des Ruhrgebiets erleben und genießen.

Internationales Programm trifft Kunst und Soziokultur aus der Region
Das Festival wird veranstaltet von der Stadt Bochum, der Bochumer Veranstaltungs-GmbH und dem Bahnhof Langendreer. Schwerpunkte sind Musik aus aller Welt, Kabarett, Comedy, Theaterstücke und Lesungen. Die Programmgestaltung geschieht im intensiven Austausch mit Radio Cosmo (ehemals Funkhaus Europa) und jüngst auch mit Interkultur Ruhr, einem Projekt des Regionalverbands Ruhr, das einige Programmpunkte aus der Region präsentierte.

Während der Festivalplanung setzen sich die Veranstalter*innen mit Organisationen, Arbeitsgruppen und lokalen Akteur*innen zusammen, um ein Programm zu entwickeln, in das neben dem international besetzten Line-Up renommierter Künstler*innen Empfehlungen und Ideen aus dem interkulturellen und soziopolitischen Spektrum der Region eingehen können. Ein großer Markt für Informationen und Essensspezialitäten mit über 80 Ständen lädt lokale und regionale Vereine und Initiativen ein, sich auf dem Vorplatz der Jahrhunderthalle zu präsentieren.

Ruhr International hat auch ein ausdrücklich politisches Programm. Exemplarisch ist das am Programm aus dem jahr 2018 zu sehen. Der Verein für multikulturelle Kinder- und Jugendhilfe IFAK organisierte mehrere Vorträge zum Thema „Sicherer Hafen Deutschland – gegen das Sterben auf dem Meer“, die Lesung und Diskussionsveranstaltung „Journalist*innen und Schriftsteller*innen im Exil“ brachte Akteur*innen aus der Türkei und Deutschland zusammen und das Redaktionsteam von „Neu in Deutschland – Zeitung über Flucht, Liebe und das Leben“ veranstaltete eine Textlesung.

2018 jährt sich das Festival bereits zum vierten Mal. In gelungener Kooperation wurde das Konzept von dem seit 1974 etablierten „Kemnade International” übernommen, das schon damals in besonderer Weise verschiedene Communities in die Planung miteinbezog. Unter dem neuen Namen Ruhr International wurde es dann statt am Haus Kemnade auf dem Gelände der Jahrhunderthalle Bochum umgesetzt.

Wichtigste Förderer für das Festival sind die Stadt Bochum, die Jahrhunderthalle Bochum und die Sparkasse Bochum.

Foto: Pottporus e.V. Expedition Hip Hop, © Oliver Look

Sparte

  • Bühne
  • Comedy
  • Festival
  • Literatur
  • Migration
  • Musik
  • Spartenübergreifend
  • Tanz
  • Theater

Ort

  • Bochum

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