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Interkultur ist für das Team des zakk in Düsseldorf keine soziale Maßnahme, sondern Raum zur Entfaltung künstlerischer Ausdrucksmöglichkeiten sowie Rahmen für Begegnung und Wissensaustausch mit den diversen Communities in Düsseldorf. Diese Grundhaltung wurde mit dem im Jahr 2005 gegründeten „Kompetenzzentrum Interkultur“ noch einmal strukturell gefestigt. Die Inhalte der communitybezogenen Arbeit finden sich in der Struktur und allen Programmbereichen des Hauses wieder und setzten einen Prozess stetiger interkultureller Öffnung des Hauses in Gang.

Vision: Kultur für alle
1977 wurde das Zentrum für Aktion, Kultur und Kommunikation gegründet – kurz zakk. Seitdem bereichert das Kulturzentrum in einer alten Fabrikhalle im Stadtteil Flingern das Leben der Menschen in Düsseldorf und über die Grenzen der Stadt hinaus mit einem vielfältigen Programm. Jedes Jahr bietet das zakk über 950 Veranstaltungen in den Sparten Musik, Literatur, Kabarett / Comedy / Satire, Party, Politik und Gesellschaft.
Mit dem kulturpolitischen Motto „Kultur für alle“ folgt das zakk nach seiner Eigendarstellung seit den Anfängen einem Kulturverständnis, „welches gesellschaftliche Verhältnisse und Konflikte nicht ausklammert, sondern zu einem selbstverständlichen Teil des künstlerischen Schaffens und dessen Präsentation macht“. „Interkultur bedeutet für das zakk das aktive und kreative Gestalten einer gemeinsamen Zukunft durch Toleranz, Verständnis und Miteinander. Das Kulturzentrum ist bestrebt, Menschen jeglicher Herkunft ein Forum zu bieten.“


Kulturelle Bildung auf Augenhöhe

In allen Sparten vereint das Programm Protagonist*innen der lokalen Szene und Newcomer mit national und international bekannten Künstler*innen. Kulturelle Bildungsprojekte zum Mitmachen für Jung und Alt in allen Sparten des Hauses werden stets in Kooperationen mit Initiativen aus der Stadt entwickelt: Schulen, Migrantenselbstorganisationen, sozialen Diensten, NGOs u. a. Am Anfang der gemeinsamen Konzeptionsphase steht dabei die Auseinanderetzung mit einem gesellschaftlich relevanten Thema. Ob Feminismus, Migrationsgesellschaft, Armut und Reichtum in Düsseldorf, inklusive Kulturarbeit oder Stadtentwicklung – immer wieder geht es um die Frage: Wie möchten wir miteinander leben?.
Unter den Angeboten finden sich Schreibwerkstätten, Musikworkshops, Stadtraumprojekte, Sprachkurse oder das monatliche Begegnungsformat „zakk yourself“, eine Weiterführung der sehr erfolgreichen Reihe „Yalla – Wir schaffen was“. Hierbei sind Menschen mit Fluchtgeschichte auch in der Programmgestaltung beteiligt.

Die interkulturelle Bildungsarbeit des zakk wurde vielfach ausgezeichnet. 2010 erhielt es den Integrationspreis der Stadt Düsseldorf für das Sprachcamp „InterkulTour“ , ein bis heute laufendes Projekt mit unbegleiteten minderjährigen Geflüchteten aus Düsseldorf. 2014 wurde die Schreibwerkstatt „Gemeinsame Geschichte(n) – Tragisches und Komisches aus dem Einwanderungsland Deutschland“ mit dem Preis des Bündnisses für Demokratie und Toleranz gewürdigt. Im nationalen Aktionsplan der Bundesregierung wurde die interkulturelle Arbeit des zakk im Jahr 2011 durch die Bundesvereinigung Soziokultureller Zentren e. V. als Modellprojekt für die interkulturelle Öffnung anderer Soziokultureller Zentren mit aufgenommen.

Foto: Christof Wolff

Kontakt

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Sparte

  • Bühne
  • Comedy
  • Festival
  • Literatur
  • Musik
  • Soziokultur
  • Spartenübergreifend

Ort

  • Düsseldorf

Weiterführende Informationen

„Kompetenzzentrum Interkultur“

 

„zakk yourself“, ein Begegnungsformat für Menschen mit und ohne Fluchterfahrung

 

Bundesvereinigung Soziokultureller Zentren e. V.

 

Respekt und Mut, Netzwerk zur interkulturellen Verständigung in Trägerschaft der Diakonie Düsseldorf

 

Integrationspreis der Stadt Düsseldorf

 

Bündnis für Demokratie und Toleranz


LITERATUR

Hillmanns, Robert: Kulturarbeit mit Geflüchteten – kein flüchtiger Gegenstand

 

Hillmanns, Robert: Barrieren im Kopf. In: Infodienst. Das Magazin für Kulturelle Bildung. Schwerpunktthema: Vielfalt zulassen. Diversität gestalten. Nr. 121

 

Hillmanns, Robert (2018): Von hier aus weiter – Interkulturelle Öffnung in Soziokulturellen Zentren. In: Engagement macht stark. Arbeitsdialoge: Zuwanderung, Engagement und die Öffnung etablierter Kultureinrichtungen, Heft 1/2018

 

Hillmanns, Robert (2018): Nach dem Ankommen. Zur Weiterentwicklung Soziokultureller Arbeit mit Geflüchteten

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